Die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte feiert ihr 50. Jubiläum. Wir sind mit einer Publikation und einem Imagefilm bei der Party dabei.

 

● Der Auftrag

Zwei Formate, ein ganzheitliches Porträt

Am 11.06.2026 hatte die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte (GUG) einen runden Geburtstag. Ein Anlass, der mehr verdient als Glückwünsche – nämlich ein Format, das zeigt, was hinter diesen 50 Jahren steckt. Und wie die Zukunft aussieht. Zwischen analoger und digitaler Welt wünschte sich die GUG ein ganzheitliches Porträt der Menschen hinter dem Verein, des umfangreichen Portfolios und der besonderen Rolle, die die Unternehmensgeschichte für Wirtschaft und Gesellschaft spielt.

● Das Konzept

Show don´t tell

Kapitel aus der Geschichte von Unternehmen zu rekonstruieren und unabhängig zu erzählen, ist Teil der DNA der GUG. Es lohnt sich, nicht über die GUG zu sprechen, sondern ihre Arbeit von ihr erzählen zu lassen. Diese ist immer kompromisslos akribisch.

In der Recherche zur GUG haben wir gelernt: Unternehmensgeschichte(n) prägen unsere Gesellschaft elementar. Entscheidungen, die Unternehmen treffen, Fortschritt, den sie befördern, Haltungen, die sie einnehmen – das alles formt unseren Alltag und unser aller Geschichte. Sichtbar wird das nur, wenn Unternehmensgeschichten faktenbasiert erforscht werden. Dazu braucht es einen offenen und vertrauensvollen Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Die Historiker*innen der GUG haben sich dieses Vertrauen seit den 1970er  Jahren erarbeitet. Dazu gehört Mut. Denn nicht immer ist das, was die GUG in der Geschichte der Unternehmen zutage fördert, das, womit ein Unternehmen am liebsten an die Öffentlichkeit gehen würde. Es sind unbequeme Wahrheiten, Missverständnisse, manchmal aber auch ungeahnte Potenziale. Immer aber sind es Erkenntnisse, die Wissenschaft und Wirtschaft am Ende voranbringen. Auch darum geht es in dieser Vertrauensbeziehung.

Und all das sieht und erlebt man am besten selbst. Darum setzen wir auf viel Originalmaterial, um in die Erfolgsgeschichte der GUG einzutauchen: auf die Menschen, die auf Fotos zu sehen sind oder namentlich gewürdigt werden; auf Einblicke in Konferenzen, Archivarbeit, Versammlungen und Initiativen; auf die zahlreichen Publikationen.

Unsere Herangehensweise ist dokumentarisch und nahbar zugleich. Und damit eine fast schon selbstreferenzielle Würdigung der Arbeit unseres Kunden.

Das Ergebnis

#1: Der Film

In weniger als zwei Minuten stellen wir die GUG vor – eine moderne Institution mit einem breiten Portfolio. Der Film funktioniert als Visitenkarte, die weit über das Jubiläum hinaus einsetzbar ist – und beantwortet zwei zentrale Fragen: Was macht die GUG? Und warum macht sie es anders als die meisten? Gleichzeitig wird deutlich, warum Unternehmensgeschichte unverzichtbar ist: Ohne Wissen über die Vergangenheit gibt es keine reflektierte Zukunft.

Ausgehend von den Corporate-Farben der GUG haben wir die Palette erweitert und einen frischen, zeitgemäßen Look entwickelt. Gestalterisch spielen wir mit unterschiedlichen Ebenen: rein illustrativen Sequenzen, collagierten Elementen und natürlich dem bestehenden Bildmaterial, das wir auf die große Bühne in Full Frame und voller Wirkung holen. Im Zentrum steht dabei das Logo: Wir lösen es in einen Kreis auf, der als visuelles Leitelement durch den gesamten Film führt und den Blick immer wieder gezielt lenkt. So entsteht ein dynamischer, emotionaler Film, der sowohl inhaltlich als auch visuell Lust macht, mehr über die GUG zu erfahren. 

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● Das Ergebnis

#2: Das Magazin

In der Publikation tauchen wir tiefer in die Geschichte der GUG ein – mit einem klaren Blick nach vorn. Akribisch werden die Entwicklung des Vereins, seine Rolle in der Branche sowie bahnbrechende Studien und wegweisende Themen dokumentiert und hervorgehoben.

Diese Geschichte wird nicht nur erzählt, sondern gestalterisch erlebbar gemacht. Alle Mitwirkenden bekommen Raum: in eleganten Auflistungen, mit Fotos, Zitaten und Interviews. Gestalterisch greifen wir Elemente aus dem Film auf – Typografie, Hausfarben, den Kreis, den Cut-out-Stil sowie die Blanko-Text-Textur – und übersetzen sie in ein konsistentes, visuelles Storytelling. Film und Publikation behalten dabei jeweils ihre eigene Identität und Alleinstellungsmerkmale, erzeugen aber einen klaren Wiedererkennungseffekt.

Auf dem Cover machen Lack und Prägung unmittelbar deutlich, worum es geht. Der Lack verleiht der Oberfläche einen satten, hochwertigen Glanz und verstärkt die typografischen und gestalterischen Elemente in ihrer Wirkung. Die Prägung bringt zentrale Elemente buchstäblich nach vorn – sie sind nicht nur sicht-, sondern auch fühlbar.

Auch im Innenteil arbeiten wir bewusst mit Materialität: Die Sonderseiten des Magazins wurden auf einem matteren und stärkeren Papier gedruckt als der übrige Inhalt. Der Materialwechsel ist beim Durchblättern sofort spürbar und signalisiert: Hier beginnt etwas Eigenes, etwas Besonderes.

Insgesamt ist die Publikation Ausdruck einer Haltung: Wer 50 Jahre Unternehmensgeschichte dokumentiert und reflektiert, sollte dies in einer Form tun, das dem Anlass gerecht wird: mit Sorgfalt, mit Substanz und mit dem Anspruch, etwas zu schaffen, das nach dem Lesen einen Platz im Regal erhält.

Inhalt
● Team

Ein Dankeschön an …

Es war eine Freude, auf Augenhöhe mit dem GUG-Team zusammenzuarbeiten. Die Offenheit für Beratung, die Lust auf gemeinsames Weiterdenken und die Wertschätzung unserer Arbeit – und der Menschen dahinter – prägen diese Kooperation. Fantastisch waren auch die sorgfältige Kuration und Aufbereitung des Materials – ein Beitrag, den wir ganz besonders zu schätzen wissen. Wir möchten uns herzlich bei Dr. Andrea H. Schneider-Braunberger, Dr. Martin Münzel und Friederike Steensen bedanken. Den Blumenstrauß verteilen wir unter:

Tobias Mory – Projektleitung

Patrick Wolter – Creative Direction Video & Motion Design (Film)

Regine Hähnel – Konzept & Skript (Film)

Solène Galland – Illustration (Film)

Jannek Smolibocki – Motion Design (Film)

Nikolaus Radeke – Sprachaufnahme

Marika Mettke – Sprecherin

Nadine Gräske – Creative Direction Magazin, Design & Gestaltung

Nicole Britz – Reinzeichnung, Druckvorstufe & Druckbetreuung

Francesca La Vigna – Projektmanagement

 

Königsdruck Printmedien und digitale Dienste GmbH – Druckerei

Mehr davon?

Wir würdigen harte Arbeit und Engagement auch, ohne dass runde Geburtstage vor der Tür stehen. Aber wer liebt sie nicht, die Jubiläen? Für unseren langjährigen Kunden Stimmt haben wir zum Anlass des 20-jährigen Jubiläums eine als Liebesgeschichte Scrollytelling-Website konzipiert, die auch als Einladungskarte zur Party dient. Für das Europäische Zentrum für kurdische Studien (EZKS) haben wir einen Mission-Statement-Film produziert, der in kurzer Form und mit großer emotionaler Dichte von den zentralen Werten seiner Arbeit erzählt: dem Schutz von Menschenrechten. 

Habt ihr auch etwas zu feiern – oder etwas, das endlich die Bühne bekommen soll, die es verdient? Sprecht uns gerne an!